Rodney Graham – Spiel mit Mythen der Kunst

Rodney Graham. Lightboxes
08.07.2017 – 26.11.2017
Museum Frieder Burda

Wie kaum ein anderer Gegenwartskünstler hat sich der Kanadier Rodney Graham (*1949) auf die Spuren der Lebenswelten des 19. und 20. Jahrhunderts begeben. Dabei arbeitet er seit den 1970er- Jahren an einem rhizomartigen, konzeptionellen Werk, das immer wieder neue Zeit- und Genresprünge wagt. In seinem Schaffen verknüpft er Film, Fotografie, Installation, Performance, Malerei, Literatur und Musik. Graham appropriiert Stile, Moden und Diskurse von der Romantik bis zur Postmoderne, um sie mit leiser Ironie zu kommentieren, weiterzudenken, umzuschreiben. Seine Inspirationsquellen reichen von Grössen wie Sigmund Freud, Richard Wagner oder Edgar Allan Poe bis zu Pop-Heroen wie Kurt Cobain. Rodney Graham – Spiel mit Mythen der Kunst weiterlesen

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Alexander Rodtschenko – Die Sammlung Puschkin

Rodtschenko – Sammlung Puschkin
08.07.2017 – 02.10.2017
Musée Unterlinden

Alexander Rodtschenko (1891–1956) ist eine emblematische Figur der russischen Avantgarde, der Begründer der konstruktivistischen Bewegung und ein Pionier der Fotokunst des 20. Jahrhunderts.

Vom 8. Juli bis zum 2. Oktober gewährt das Musée Unterlinden einen umfassenden Einblick in das Werk und die innovativen Entdeckungen dieses Künstlers. Die rund hundert Exponate stammen aus der Sammlung des Staatlichen Museums für Bildende Künste A.S. Puschkin in Moskau. Die Ausstellung präsentiert sämtliche Forschungsarbeiten des Künstlers, seine abstrakten Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, die Raumkonstruktionen und Architekturprojekte, Arbeiten aus den Bereichen
Werbung und Design, Buchgestaltungen und Zeitschriften-Cover – und natürlich seine Fotografien.

Alexander Rodtschenko, Champion der Sozialistischen Sowjetrepublik Russland, 1919
Alexander Rodtschenko, Champion der Sozialistischen Sowjetrepublik Russland, 1919

In seinen ersten Manifesten zur abstrakten Malerei bezieht sich Rodtschenko auf seine Vorbilder Christoph Kolumbus, Thomas Edison und Charlie Chaplin, alle drei Entdecker-Erfinder von neuen geografischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Gebieten. Rodtschenkos Forschungen und Experimente münden in einen künstlerischen Prozess, der in seinen Manifesten eine theoretische Synthese findet. 1921 stellt er sie in der Moskauer Gruppenausstellung 5 x 5 = 25 vor (mit Popowa, Tatlin, Stepanowa und Wesnin). Er erhebt die Linie zur Grundlage seiner konstruktivistischen Arbeiten und Flächenfiguren zum Material für seine Skulpturen und Bauwerke. Das Material erklärt er zum konstitutiven Element der Form; schliesslich verkündet er die Aufhebung der Farben zugunsten von Schwarz und Weiss.

Sein konstruktivistisches Prinzip wendet er in Design und Werbung an, auf Möbel, Keramik und Kostüme. Er führt die Fotomontage und die Typografie in die Grafik ein. Seine Fotografien zeichnen sich durch gewagte Bildausschnitte, extreme Perspektiven und Nahsichten aus. Die Seriendarstellungen von Gebäuden, Objekten und Ereignissen betonen das geometrische Schema als Grundstein der fotografischen Komposition.

Alexander Rodtschenko, Porträt der Mutter, 1924
Alexander Rodtschenko, Porträt der Mutter, 1924

Als Vertreter der russischen Avantgarde spielte Rodtschenko eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des russischen Pavillons (Entwurf des «Arbeiterclubs») in der Internationalen Ausstellung für Kunstgewerbe und Industriedesign, die 1925 in Paris stattfand. Weniger bekannt ist, dass er in der Hoffnung auf eine Ausstellung in einer Pariser Galerie auch zahlreiche Arbeiten (Gemälde, Zeichnungen, Plakate, Bücher, Pläne und Entwürfe) mitbrachte.

Ein Teil dieser Werke existiert noch heute. 1991 schenkten seine Erben ihn dem Staatlichen Museum für Bildende Künste A.S. Puschkin in Moskau. Seitdem organisiert dieses Museum zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt, um Rodtschenkos Werk einem breiten Publikum nahezu-bringen.

Die Colmarer Ausstellung ist die grösste, die das Puschkin-Museum bisher organisiert hat, und auch die bedeutendste, die diesem Künstler in Frankreich gewidmet ist.

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16 Aussagen über die Ausstellung ¡Hola Prado!

Von Bodo Brinkmann

Bodo Brinkmann ist Kurator Alte Meister, 15.–18. Jh. des Kunstmuseums Basel
Bodo Brinkmann ist Kurator Alte Meister, 15.–18. Jh. des Kunstmuseums Basel

Die Ausstellung ¡HOLA PRADO! läuft bereits seit dem 8. April 2017
im Kunstmuseum Basel.

Die Ausstellung ¡HOLA PRADO! ist kein Katzenvideo – sie ist eher das Gegenteil.

Die Ausstellung ¡HOLA PRADO! heisst 26 Meisterwerke aus dem Prado mit 29 Basler Bildern willkommen. Deswegen lautet ihr Titel übersetzt «Hallo Prado!».

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Das Erweiterungsprojekt der Fondation Beyeler

Die Fondation Beyeler hat sich in den letzten 20 Jahren zum beliebtesten Kunstmuseum der Schweiz entwickelt. Mit ihrem Programm trägt sie wesentlich zur Lebensqualität, zur Standortattraktivität und zur kulturellen Bildung in unserer Region bei. Besucherinnen und Besucher kommen aus nah und fern, um sich die eindrucksvollen Ausstellungen anzusehen, an den abwechslungsreichen Veranstaltungen teilzunehmen sowie den schönen Park zu geniessen. Damit die Fondation Beyeler auch zukünftig die Bedürfnisse der Kunst wie des Publikums erfüllen kann, plant sie eine Erweiterung. Das Erweiterungsprojekt der Fondation Beyeler weiterlesen

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Sammlung Beyeler «Remix»

Sammlung Beyeler
«Remix»
09.06.2017 – 03.09.2017
Fondation Beyeler

Am 18. Oktober 1997 wurde die Fondation Beyeler
feierlich eröffnet. Die Sammlung hochbedeutender Kunstwerke der Moderne war von dem Galeristen- und Sammlerehepaar Ernst und Hildy Beyeler seit den späten 1950er-Jahren zusammengetragen worden. In Riehen konnte sie erstmals dauerhaft präsentiert werden. Die Fondation Beyeler feiert 2017 ihren 20. Geburtstag mit drei besonderen, aufeinanderfolgenden Ausstellungen, die die Sammlung Beyeler aus drei verschiedenen Perspektiven zeigen: in einem Blick zurück, einem Blick auf die Gegenwart und einem Blick in die Zukunft.

Remix, die zweite Sammlungsausstellung, zeigt die Sammlung im Ist-Zustand. Die Neuzugänge der letzten Jahre erweitern die Sammlung um einen zeitgenössischen Schwerpunkt. Dabei ist der Dialog zwischen den Neuerwerbungen und der bestehenden Sammlung ein wichtiges Kriterium bei den Überlegungen zu einem Neuerwerb. Remix wird diesem Dialog in vielfältiger Weise eine Bühne geben. Die Präsentation von Werken aus der Sammlung wird ergänzt durch prominente Dauerleihgaben, etwa einer Gruppe von Gemälden Picassos aus der Anthax Collection Marx.

Anlässlich des 20. Geburtstags der Daros Collection wird die Partnerschaft zwischen Daros und der Fondation Beyeler mit einer Präsentation von Meisterwerken Andy Warhols gefeiert.

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Ausstellungen in der Region Basel