Archiv der Kategorie: Museum Frieder Burda, Baden-Baden/D

Andreas Gursky in Baden-Baden

Andreas Gursky
03.10.2015 – 24.01.2016
Museum Frieder Burda/D

Der Düsseldorfer Fotograf Andreas Gursky (geb. 1955 in Leipzig) gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler: Sachlich und präzise fängt er die Brennpunkte der modernen Lebenswelten und der globalen Realität ein. Jede Gesamtkomposition ist ein technisches und bildnerisches Meisterwerk und längst im kollektiven Bildgedächtnis eingeschrieben. Andreas Gursky in Baden-Baden weiterlesen

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Franz Gertsch. Geheimnis Natur

Franz Gertsch, Soufrière (Guadeloupe) 2012/13, Besitz des Künstlers, © Franz Gertsch 2013
Franz Gertsch, Soufrière (Guadeloupe) 2012/13, Besitz des Künstlers, © Franz Gertsch 2013

Franz Gertsch
Geheimnis Natur
26.10.2013 – 16.02.2014
Museum Frieder Burda/D

Franz Gertsch (*1930 in Mörigen/Schweiz) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Mit seiner fotorealistischen Malerei und seinem in Technik und Format einzigartigen Holzschnittwerk hat er sich international ein herausragendes Renommee erworben. Von seinem Durchbruch auf der documenta 5 in Kassel 1972 bis zur Präsentation seiner Werke auf den Biennalen in Venedig 1999 und 2003 spannt sich ein reiches malerisches und grafisches Werk. Es nähert sich auf ganz besondere Weise der Wirklichkeit an und bewahrt dennoch immer etwas Geheimnisvolles.

Franz Gertsch, Silvia I 1998, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, © Franz Gertsch 2013, Foto: Dominique Uldry, Bern
Franz Gertsch, Silvia I 1998, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, © Franz Gertsch 2013, Foto: Dominique Uldry, Bern
Die Ausstellung im Museum Frieder Burda wurde in enger Kooperation mit Franz Gertsch vorbereitet und von Götz Adriani kuratiert. Das Frühwerk ist mit drei Werken des Künstlers aus den 1970er-Jahren vertreten, die den Einstieg in die Schau geben. Den Schwerpunkt bilden neuere Arbeiten, die in Deutschland noch nie ausgestellt waren, darunter das erst 2013 fertiggestellte Triptychon Guadeloupe mit den Bildern Bromelia, Maria und Soufrière. Ausserdem sind die berühmten Frauenporträts, wie Silvia und Johanna, zu sehen, die allein schon durch ihre Grösse beeindrucken und dadurch etwas Unwirkliches, Entrücktes bekommen. Auch die Jahreszeiten-Bilder scheinen trotz ihrer mikroskopisch genauen Darstellungsweise das Geheimnis der Natur nicht preisgeben zu wollen. Sie sind im grossen Saal ausgestellt und geben den Eindruck, als hielte die umgebende Natur Einzug in das Museum und ergreife ganz von ihm Besitz.
Figurenbilder und Landschaften bilden die zentralen Motive von Franz Gertsch. Er überträgt sie in einem für ihn charakteristischen, aufwendigen und langwierigen Verfahren auf die Leinwand. Der künstlerische Produktionsprozess erstreckt sich über Monate, mitunter Jahre. Seit den späten 1980er-Jahren fertigt Franz Gertsch auch grossformatige Holzschnitte an, von denen einige in der Ausstellung zu sehen sind. Punkt für Punkt schneidet er hierbei mit einem feinen Hohleisen das Motiv aus dem Holz. Im Unterschied zu seinen Gemälden wirken diese Drucke durch die Technik und die monochrome Farbgebung abstrakter und entrückter.
Die Ausstellung bietet mit 31 monumentalen Gemälden und Holzschnitten einen guten Einblick in das Werk des Künstlers und verdeutlicht, dass sein Schaffen in seiner Bedeutung weit über die fotorealistische Wiedergabe hinausreicht.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Hatje Cantz, in dem alle Werke abgebildet sind. In einem grossen Interview mit Götz Adriani erläutert Franz Gertsch seine Arbeitsweise und sein Werk, das eng mit seinem Leben verbunden ist.

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Fernand Léger und Henri Laurens

Zwei Ikonen der klassischen Moderne im Museum Frieder Burda in Baden-Baden Gemälde und Skulpturen der beiden Franzosen im Dialog

Léger – Laurens
Tête-à-Tête
23.06.2012 – 04.11.2012
Museum Frieder Burda/D

Sechs Jahre lang arbeitete Fernand Léger an dem Mammutwerk Composition aux deux perroquets (Komposition mit zwei Papageien). Auf vier Metern Breite und fast fünf Metern Höhe erstreckt sich das imposante Ölgemälde, eine Hommage an die Welt der Akrobaten. Léger, 1881 in der Normandie geboren, war fasziniert von der neuen Technik, aber auch von den Akrobaten, die sich beweglich zu menschlichen Pyramiden türmten. Er malte sie beinahe skulptural, ohne Schatten, mit voluminösen Figuren. Mit runden Formen und Volumen beschäftigte sich auch der Bildhauer Henri Laurens, der zur selben Zeit wirkte und mit Léger befreundet war.

Verblüffende Parallelen ergeben sich daher in der grossen Doppelausstellung Léger – Laurens. Tête-à-Tête im Museum Frieder Burda, die vom 23. Juni bis 4. November 2012 zu sehen ist. Erstmals sind die Werke dieser beiden Künstler, die prägend für die Moderne waren, gleichzeitig zu sehen.

Rund 80 Arbeiten werden präsentiert, darunter bedeutende Leihgaben aus dem Centre Pompidou in Paris und aus privaten Sammlungen. Kurator Jean-Louis Prat, ehemaliger Direktor der Fondation Maeght, hat thematische Parallelen herausgearbeitet, um zwei Ikonen der Klassischen Moderne in einem neuen Licht zu entdecken.

Fernand Léger gehört zu den herausragenden Vertretern der Moderne des beginnenden 20. Jahrhunderts. Wie seine Freunde Pablo Picasso und Georges Braque setzt er sich mit seiner Zeit auseinander und erarbeitet in der kubistischen Phase seines Schaffens Bilder in kräftigen Farben, die «Formkontraste». Gleichzeitig mit Henri Laurens, den er 1910 kennenlernte, hatte er ein Atelier in der berühmten Pariser Künstlerkolonie La Ruche. Unter Einfluss der Kriegsmaschinerien begann seine période mécanique (mechanische Periode). Léger selbst wäre bei einem Einsatz im Ersten Weltkrieg beinahe ums Leben gekommen. Der Mensch wird fortan als anonymes Objekt dargestellt. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitet Léger in New York und verwendet nun leuchtende, reine Farben, die sich schon bald von den Formen lösen.

Henri Laurens erhält früh eine handwerkliche Ausbildung. Tagsüber lernt er auf Bauplätzen Steine zu behauen, abends besucht er Zeichenkurse. Als er mit dem Kubismus in Berührung kommt, entwickelt sich die Idee, in Plastiken, Reliefs und Collagen den analytischen Kubismus in die dritte Dimension zu übertragen. Auch Laurens war eng mit Georges Braque und Pablo Picasso befreundet. 1921 löst sich Laurens vom Kubismus und wendet sich der menschlichen Figur und dem Volumen zu. Die Dreissigerjahre sind von massigen, dynamischen, häufig aus Bronze gefertigten Kompositionen geprägt. Dabei findet Laurens zu einem organischen, kurvigen Stil, in dem er abstrahierte, rhythmisch bewegte Figuren – meist weibliche Akte – von poetischer Kraft realisiert.

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Ein Fest der Farben in Baden-Baden

Emil Nolde, Frühling im Zimmer, 1904
Emil Nolde, Frühling im Zimmer, 1904

Emil Nolde. Werkschau im Museum Frieder Burda
Leuchtendes Rot, dunkles Blau und intensives Lila, in solch ausdrucksstarken Farben malte Emil Nolde romantische Landschaften und dramatische Meeresbilder. Alle seine Bilder verbindet die emotionale Kraft der Farben. Nolde (1867–1956) zählt zu den wichtigsten Künstlern des Expressionismus. In einer umfangreichen Werkschau werden im Museum Frieder Burda die zentralen Themen seines künstlerischen Schaffens vorgestellt. Neben Landschaften sind Figurenbilder und Bildnisse zu sehen, ebenso religiöse Motive sowie Impressionen seiner Südseereise. Emil Nolde. Die Pracht der Farben, heisst die grosse Sommerausstellung, die vom 15. Juni bis 13. Oktober 2013 im Museum Frieder Burda zu sehen sein wird. Es ist seit vielen Jahren die erste grosse Nolde-Ausstellung in Süddeutschland. Gezeigt werden 58 Ölgemälde und 22 Aquarelle, von den Anfängen bis zum Spätwerk des Künstlers. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll und wird von Manfred Reuther, dem ehemaligen Direktor der Nolde Stiftung, kuratiert.
Die farbintensiven Malereien offenbaren die Vielschichtigkeit der Lebenswelt von Emil Nolde. Manfred Reuther: «Noldes künstlerische Entwicklung war von Anbeginn seines bildnerischen Arbeitens der Weg zur Farbe als seinem eigentlichen Ausdrucksmittel, das er zunehmend virtuos zu handhaben verstand. Emil Nolde
15.06.2013 – 13.10.2013
Museum Frieder Burda

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Die Skulpturen der Maler in Baden-Baden

Die Skulptur der Maler – Malerei und Plastik im Dialog
05.07.2008 – 26.10.2008 | Museum Frieder Burda

Das Museum Frieder Burda zeigt Meisterwerke eines Jahrhunderts mit 150 Gemälden und Skulpturen von Degas, Gauguin, Matisse über Picasso, Giacometti, Beckmann bis zu Baselitz

Unter dem Titel «Die Skulpturen der Maler- Malerei und Plastik im Dialog» zeigt die Sommerausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden Meisterwerke eines Jahrhunderts von Künstlern wie Degas, Miro, Picasso, Modigliani, Giacometti, Chagall, Kirchner, Beckmann und Baselitz. Die Ausstellung wird 150 Arbeiten umfassen. Das Baden-Badener Museum präsentiert damit neben den herausragenden Gemälden erstmals in grösserem Umfang Skulpturen. Es wird eine direkte Gegenüberstellung von Bildern und plastischen Arbeiten geben. Zu den ausgestellten Künstlern zählen auch Willem de Kooning, Paul Gauguin, Henri Matisse, Georges Braque, Jean Dubuffet, Antoni Tapies und Max Ernst. Insgesamt werden mehr als zwanzig Künstler von Weltgeltung präsentiert.
«Das 20. Jahrhundert ist besonders reich an Künstlern, die ebenso Maler wie Bildhauer sind», sagt der Kurator der Ausstellung, Jean-Louis Prat. «Grosse kreative Geister, die ‹von Haus aus› eigentlich Maler sind, nutzen ihre bildhauerische Erfahrung, um mit grosser Freizügigkeit neue Wege zu gehen. Die Entdeckung des Räumlichen veranlasst zahlreiche Maler, sich vorübergehend von der Farbe und von der Zweidimensionalität der Leinwand zu verabschieden. Mit traditionellen oder neu gefundenen Materialien schaffen sie eine Skulptur, die ihre Sensibilität und ihr Temperament zum Ausdruck bringt. Die Ideen erhalten bei ihnen einen neuen Stellenwert. Ab jetzt wird die Skulptur lebensnäher.»
Jean-Louis Prat war mehr als 30 Jahre lang Direktor der renommierten Fondation Maeght im südfranzösischen St. Paul de Vence und gilt als weltweit beachteter Experte zum Thema Skulptur. Im Jahr 2006 kuratierte Prat die grosse Chagall-Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden, die von über 190.000 Kunstinteressierten besucht wurde. Die Exponate für die Baden-Badener Sommerausstellung 2008 stammen weltweit aus bedeutenden Sammlungen und Museen. Schwerpunkte sind Sammlungen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland, aber auch aus USA und Spanien.

Die Liste der ausgestellten Künstler: Georg Baselitz, Max Beckmann, Georges Braque, Marc Chagall, Honoré Daumier, Edgar Degas, Jean Dubuffet, Max Ernst, Paul Gauguin, Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Yves Klein, Willem de Kooning, Markus Lüpertz, Henri Matisse, Joan Miró, Amedeo Modigliani, A. R. Penck, Pablo Picasso, Antoni Tàpies, Cy Twombly.

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