Archiv der Kategorie: Kloster Schoenthal

Hans Josephsohn im Kloster Schönthal

Hans Josephsohn
07.05.2017 – 05.11.2017
Kloster Schönthal

Fast 900 Jahre liegen zwischen den Fassaden des romanischen Klosters Schönthal und den Figuren des Bildhauers Hans Josephsohn. Als er im Frühjahr 2007 das erste Mal hier war, wollte er seine bronzene «Halbfigur» 1988/89 dezidiert neben dem alten, durch einen Bauernaufstand beschädigten Kirchenportal aufstellen. Hans Josephsohn im Kloster Schönthal weiterlesen

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Kloster Schönthal Kunstsommer. Mirko Baselgia «Antupada»

Mirko Baselgia
Antupada
bis 06.11.2016
Kloster Schönthal

34-FZMit Mirko Baselgia startet ein einzigartiges Programm: der sogenannte «Kloster Schönthal Kunstsommer». Die Wiesen und Wälder, die Galerie in der Klosterkirche und ein eigens umgebauter Weidestall werden zum erweiterten Atelier eines Künstlers. Unter dem Titel Antupada (romanisch für «Begegnung») wird der 34-jährige Bündner immer neue Arbeiten entwickeln. Im Kloster hält der Bau eines Murmeltiers Einzug. Der Künstler schöpft Lehm aus dem Schönthal-Weiher wie die Ziegelbrennerei, die von hier aus im 17. Jahrhundert die Höfe der Umgebung eindeckte. Baselgia experimentiert mit Erdpigmenten und in der Basler Papiermühle mit Wasserzeichen.

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David Nash im Kloster Schoenthal, Langenbruck

DAVID NASH
STENCIL PRINTS
13.9.2014 bis 25.5.2015
Kloster Schoenthal

Der britische Künstler David Nash feiert international Erfolge für seine Arbeit in Holz – mit Vorliebe im Sturm oder altershalber gefällt – mit Kettensäge und Axt und offenem Feuer zum Verkohlen der skulpturalen Oberflächen. Intimer, aber für Nashs Oeuvre ebenso kennzeichnend, ist seine Praxis mit Stift und Papier. Neben autonomen Zeichnungen nach der Natur entwickelt der Künstler seit 1994 für seine Skulpturen Piktogrammen ähnliche Kürzel, die im gross angelegten „Stammbaum“ seiner Werke die Entwicklung des einen Motivs ins andere über Jahre nachzeichnen. Der „Ash Dome“ etwa beschäftigt ihn schon seit 1977, gepflanzt an geheimer Stelle im Naturschutzgebiet Snowdonia, zur Kuppel gezogen, gehegt und gepflegt auch als Inspiration weiterer Skulpturen. Nash ist beseelt von seiner Arbeit; er lebt, was er macht. David Nash im Kloster Schoenthal, Langenbruck weiterlesen

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Not Vital. Bellaval Im Kloster Schönthal

Not Vital. Bellaval.
bis 08.11.2015
Kloster Schönthal

Von Annina Zimmermann

Scheinbar achtlos lehnt im Innenhof des Klosters die Plastik Leading the Way gegen die Dachkante der kleinen Bibliothek – wie der Wanderstab eines rastenden Riesens. Der knospenreiche Zweig zeigt Natur in ihrem meistversprechenden Stadium. Im Schönthal (Bellaval auf rumantsch) fängt der polierte Stahl morgens als erster die Sonne ein und weist – den Ort selbstbewusst markierend – gegen den Himmel. Im Nähertreten löst das Objekt sich in der Spiegelung seiner Oberfläche auf und saugt die Welt als Miniatur in sich ein.

Die Skulptur ist anwesend und doch nicht ganz greifbar, mit der Umgebung verbunden und doch schwebend. Ihr Charakter erinnert an den Künstler selbst, der zwischen Elternhaus in Sent, wo er 1948 geboren wurde, Peking, Agadez in Niger und Rio de Janeiro die Koordinaten der Welt abschreitet.

Mit Leading the Way begann die Freundschaft des Künstlers Not Vital mit dem schönen Tal im Jura. 2015 dürfen wir nun zur Sommerausstellung einladen, welche die wichtigsten aktuellen Werkgruppen vereint:
Wegweisende Bildschöpfungen in jeder Beziehung.

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Renée Levi – Italique – im Kloster Schönthal

Renée Levi
Italique
04.05.2013–29.09.2013
Kloster Schönthal, BL

 

Renée Levi, Ausstellungsansicht, Kloster Schönthal, 2013
Renée Levi, Ausstellungsansicht, Kloster Schönthal, 2013

Wenn die Künstlerin nach cursif für ihre neue Ausstellung den Titel italique wählt, dann schreibt oder malt sie ihr Alphabet weiter. Typografie wird Malerei. Italique ist auch Kursivschrift, und die Malerei demzufolge schräg. So liegen jedenfalls grosszügig gemalte Farbformen auf rohen Leinwänden und messen deren Flächen aus, eilen über sie hin und deren Grenzen entlang. Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. Schräg im doppelten Wortsinn sind diese Bildtafeln indessen nicht – im Gegenteil. Sie wirken luzid, transparent, cartesianisch klar. Diese Bilder wollen nicht mehr, als dass sie da sind: Leinwände auf Keilrahmen, rohes Leinen oder maschinell weiss grundierte Stoffbahnen auf Holzträgern, welche als Hintergrundstruktur durchscheinen können. Ein gestischer Farbauftrag, der aus dem Farbkessel kommen kann oder aus der Spraydose. Fertig ist das Bild. Radikal wie die romanische Architektur der Schönthaler Klosterkirche. Renée Levi, 1960 in Istanbul geboren, in Basel arbeitend und der französischen clarté verpflichtet, war Architektin. Konträr zu vielen Laufbahnen, ist sie vom Raum zur reinen Fläche gelangt. Ihre Ausstellung Italique schreibt im Kloster Schönthal Einrichtungsgeschichte.

 

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