Archiv der Kategorie: Editorial

Liebe Kunstfreunde

Sam Keller, Direktor Fondation Beyeler, Riehen
Sam Keller, Direktor Fondation Beyeler, Riehen

Von Sam Keller
Kunst wird immer mehr Menschen zugänglich. In den digitalen Medien verbreitet sie sich rasant, und der weltweite Museumsboom geht weiter. Damit steigen auch die Ansprüche des Publikums und die gesellschaftliche Verantwortung der kulturellen Institutionen. Die Kunstmuseen werden mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert: die Sammlungen zu aktivieren, die Ausstellungen attraktiv zu gestalten, die Kunst an ein Publikum mit unterschiedlicher Bildung und unterschiedlichen Bedürfnissen zu vermitteln, Besuchende partizipieren zu lassen, soziale Gruppen mit anderem kulturellem Hintergrund zu integrieren, mit der digitalen Revolution Schritt zu halten, die Kommunikation dem veränderten Medienverhalten anzupassen, den Nebenwirkungen des entfesselten Kunstmarkts entgegenzutreten, die Konservierung von Kunstwerken in neuen Medien zu sichern, wissenschaftliches Arbeiten zu gewährleisten, die Provenienzforschung voranzutreiben, einen adäquaten Umgang mit dem kolonialen, totalitären und patriarchalischen Kulturerbe zu finden, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern, den Forderungen nach politischer Korrektheit, Zensur und Selbstzensur entgegenzuwirken, internationale Konkurrenz durch lokale Kooperation zu kompensieren und vieles mehr. Liebe Kunstfreunde weiterlesen

Editorial

Sam Keller, Direktor Fondation Beyeler
Sam Keller, Direktor Fondation Beyeler

Liebe Kunstfreunde
In den beiden Basler Halbkantonen werden seit Jahren heisse Diskussionen um Stadt- und Landkultur sowie ihre Zusammenarbeit geführt. Wie immer, wenn in der Kultur versucht wird, Kategorien und Grenzen einzuführen, werden diese der Komplexität kultureller Produktion und Rezeption kaum gerecht. Auch weil das Verbindende in der Kultur naturgemäss eben stärker ist als das Trennende.

Wie sich die Verbindung von intensivem künstlerischen Austausch in Metropolen und individueller Arbeit von Künstlern in der Zurückgezogenheit auf dem Land gegenseitig befruchten können, zeigen exemplarisch die  Herbstaustellungen in den Basler Museen. Editorial weiterlesen

Editorial

Bernhard Mendes Bürgi
Bernhard Mendes Bürgi
Direktor Kunstmuseum Basel

Von Bernhard Mendes Bürgi

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher

Das Jahr 2015 ist ein entscheidendes Übergangsjahr für das Kunstmuseum Basel, denn wir haben viel vor – Mitte April 2016 werden wir unseren Neubau von Christ & Gantenbein Architekten gemeinsam mit dem renovierten Stammhaus des Kunstmuseums Basel eröffnen. Wegen der dafür nötigen Sanierungsarbeiten hat der Hauptbau des Museums bis zur feierlichen Eröffnung des erweiterten Kunstmuseums Basel seine Tore geschlossen, und so finden Aktivitäten an verschiedenen Orten statt, die die wunderbaren Bestände der Öffentlichen Kunstsammlung neu und auf überraschende Weise zur Geltung bringen. Editorial weiterlesen

Editorial

Liebe Kunstfreunde

Roland Wetzel, Direktor Museum Tinguely
Roland Wetzel, Direktor Museum Tinguely

Weltoffenheit zeichnet die Stadt und Region Basel in vielerlei Hinsicht aus.
Eine traditionsreiche Mäzenatenkultur sowie die beachtliche Zahl an engagierten Kulturinstitutionen ermöglichen es, immer wieder Ausstellungen von internationalem Format zu präsentieren. Insbesondere der Sommer wartet stets mit hochkarätigen Kulturerlebnissen auf, die neben den Kunstmessen im Juni ein Highlight im Kunstkalender darstellen.

Haroon Mirzas Klang-, Licht- und Medieninstallationen sprechen Sehsinn wie Gehör an, befragen das Verhältnis der Sinne zueinander und bieten dabei ein unvergleichbares, immersives Ausstellungserlebnis. Diesen Sommer ist das Museum Tinguely mit dem in London lebenden Künstler ein besonderes Projekt eingegangen. Seine bisher grösste Einzelausstellung ist gleichzeitig eine Gruppenausstellung, die Möglichkeiten des Dialogs und der künstlerischen Zusammenarbeit vorstellt. Neben wichtigen bestehenden Werken hat Mirza eine ganze Reihe von neuen Arbeiten und raumgreifenden Installationen entwickelt, die teilweise für sich und teilweise im Dialog mit Werken anderer Künstler stehen. So werden unter anderen Alexander Calder, Jeremy Deller, Channa Horwitz und
auch Jean Tinguely mit Werken in der Ausstellung vertreten sein.

Die Fondation Beyeler hat die in Kapstadt geborene und in Amsterdam lebende Künstlerin Marlene Dumas nach Riehen eingeladen und präsentiert eine Vielzahl ihrer Werke, die in ihrer individuellen Weltsicht auf faszinierende Weise Möglichkeiten der Malerei zwischen Subjektivität und historischer Gültigkeit befragen. Spezielle Sinneserfahrungen werden die Besucher auch in der Kunsthalle Basel erleben, wenn die in Korea geborene Künstlerin Anicka Yi ihren «Duft des Vergessen» über die Räume der Kunsthalle verteilen wird.

Das Kunstmuseum lädt uns weiterhin ein, seine Sammlung in neuen Umgebungen einen Besuch abzustatten: Im Museum für Gegenwartskunst finden auf drei Etagen eine komprimierte Sammlungspräsentation mit Meisterwerken von Cézanne bis Richter und Sonderausstellungen zusammen. Im Museum der Kulturen ist die Ausstellung Holbein. Cranach. Grünewald zu sehen. In Münchenstein wartet das Schaulager mit einer Überblicksausstellung der Emanuel Hoffmann-Stiftung auf, die das langjährige Engagement und den Reichtum der stetig wachsenden Sammlung vorstellt.

Dass sich das Haus der elektronischen Künste im Dreispitz neben der Kunsthochschule und weiteren Kultureinrichtungen sehr gut etabliert hat, davon kann man sich in der Ausstellung Poetics and Politics of Data überzeugen, die auf unterschiedliche Weise unsere täglichen digitalen Datenab- und -anfälle sichtbar macht und kritisch befragt.

Schöne Ausstellungserlebnisse und wie stets viel Neugierde wünscht Ihnen
Ihr
Roland Wetzel
Direktor Museum Tinguely